Pflegeheim Jeuss

Pflegeheim Jeuss

Tagesstätte Les Platanes

Galmguetweg 1

1793 Jeuss

026 674 96 00

pflegeheim-jeuss@rsl-gns.ch

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Leitbild


  1. Das Pflegeheim Jeuss - Träger: Réseau Santé du Lac (RSL) / Gesundheitsnetz See (GNS) soll für betagte Menschen ein Wohnort sein, im Sinne einer vielgestaltigen sozialen Gemeinschaft.
  2. Das Pflegeheim Jeuss, als Institution der Gemeinden des Seebezirks steht zur Hauptsache der stationären Betagtenbetreuung zur Verfügung. Ebenfalls bietet das Pflegeheim Einwohnern/Innen aus den Verbandsgemeinden externe Dienstleistungen an.


  3. Das Pflegeheim Jeuss steht allen Betagten offen.
  4. Einwohner/Innen aus den Verbandsgemeinden haben bei der Belegung Vorrang. An nächster Stelle stehen Betagte, deren nächste Angehörige in einer der Verbandgemeinden leben.


  5. Im Pflegeheim Jeuss steht der Bewohner/die Bewohnerin im Mittelpunkt. Es soll ihm/ihr ein Zuhause bieten, in welchem er/sie sich wohl und geborgen fühlen kann.
  6. Der Bewohner/die Bewohnerin soll in seiner/ihrer Selbständigkeit unterstützt und gefördert werden. Er/sie soll eigenverantwortlich seinen/ihren Lebensabend prägen und mitgestalten können. Er/sie muss davon ausgehen können, dass er/sie auch bei Krankheit, Gebrechlichkeit, Verwirrtheit als Persönlichkeit ernst genommen wird und in einem geschützten Rahmen würdig sterben kann. Das tägliche Zusammenleben soll geprägt sein von gegenseitiger Achtung, Wahrung der Individualität, Wärme und Aufrichtigkeit. Alle Entscheide sollen unter diesen Aspekten gefällt werden.


  7. Die Leistungen des Pflegeheimes Jeuss sind geprägt von Qualität und entsprechen dem aktuellen Stand der Gerontologie und Altersmedizin.
  8. Die Dienstleistungen des Pflegeheimes Jeuss fördern und/oder erhalten die Eigeninitiative der Bewohner/In. Hilfe soll unterstützenden Charakter haben. Nach Möglichkeit soll daraufhin gearbeitet werden, den Bewohner/die Bewohnerin zu befähigen, sich selber zu helfen.

    Der Bewohner/die Bewohnerin kann, sofern er/sie nichts anderes wünscht, bei Pflegebedürftigkeit im Pflegeheim Jeuss bleiben. Voraussetzung ist, dass der Bewohner/die Bewohnerin sich in der Gemeinschaft zurechtfindet und die angebotenen Dienstleistungen den Anforderungen gerecht werden können. Gewisse medizinisch therapeutische Akutsituationen übersteigen die Mittel und Einrichtungen. In solchen Fällen kann eine Spitaleinweisung in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Arzt unerlässlich sein. Sobald sich der Gesundheitszustand des Bewohners/der Bewohnerin gebessert hat, wird in Zusammenarbeit mit dem Spital und dem betreuenden Arzt eine Rückkehr ins Heim angestrebt.


  9. Das Pflegeheim Jeuss erfüllt auch Stützpunktfunktionen und bietet gewisse Dienstleistungen Aussenstehenden Betagten an.
  10. Betagte, die nicht im Heim leben, können Dienstleistungen der Institution in Anspruch nehmen.

    Solche Dienstleitungen können sein: Ferien- und Tagesaufenthalte, Mahlzeiteneinnahme mit den Bewohnern (mittags und abends), ferner steht auch das Bad externen Benützern (SPITEX) zur Verfügung.


  11. Kontakte zur Öffentlichkeit werden gefördert.
  12. Persönliche Kontakte und eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit sollen die Integration des Pflegeheimes Jeuss im Verbandsgebiet fördern. Die Privatsphäre des Bewohners/der Bewohnerin soll jedoch Vorrang haben und gewahrt werden.


  13. Zu den Angehörigen, Ärzten, Seelsorgern, SPITEX, Sozialdiensten, Spitälern usw. wird ein enger Kontakt und ein gutes Verhältnis angestrebt.
  14. Transparenz und ein gutes Einvernehmen sollen ein besonderes Anliegen sein, insbesondere gegenüber Bezugspersonen (Angehörige und Bekannte) sowie Kontaktstellen. Die Bezugspersonen werden ins Heimgeschehen miteinbezogen, sind sie doch eine wichtige Verbindung zum gewachsenen sozialen Netz des Bewohners/der Bewohnerin und leisten dadurch aktiv einen Beitrag am Mittragen der gesellschaftlichen Verantwortung.


  15. Die Heimleitung ist bestrebt, gut qualifizierte, selbständige und initiativ arbeitenden Mitarbeiter/Innen anzustellen.
  16. Die umfassende Betreuung und Pflege der Bewohner/Innen stellt höchste Anforderungen an die Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit und verlangt ein stetes Mitdenken und Mitverantworten. Die sorgfältige Führung durch die Vorgesetzten soll den Mitarbeitern/Innen Sicherheit geben. Auf allen Stufen wird Eigenverantwortung übertragen und werden Handlungsfreiräume geschaffen, damit die Mitarbeiter/Innen im Sinne des Leitbildes selbständig wirken können.


  17. Ein besonderes Gewicht wird auf die Einführung neuer und die Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeiter/Innen gelegt.
  18. Zeitgemässe Anstellungsbedingungen und die Bereitschaft, die Mitarbeiter/Innen durch Weiterbildung und andere Massnahmen zu fördern, sind die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Teamgespräche und Personalzusammenkünfte sichern nicht nur die Informationen, sondern ermöglichen Erfahrungsaustausch und Lernprozess.


  19. Der Führungsstil soll kooperativ, partizipativ und situationsbezogen sein.
  20. Entscheidungen werden auf allen Ebenen (Vorstand, Betriebskommission, Heimleitung und Personal) wenn immer möglich miteinander, der Situation entsprechend, erarbeitet. Zweckmässige Gliederung der Betriebsstruktur und klare personelle Zuständigkeit sind für die Führung des Heimes von grosser Bedeutung.


  21. Den betriebswirtschaftlichen Aspekten des Heimes ist besondere Bedeutung zuzumessen.
  22. Die Bedürfnisse von Bewohnern/Innen, Mitarbeiter/Innen und Umwelt sind vielfältig. Für deren Erfüllung stehen jedoch nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Es ist Aufgabe eines jeden Mitarbeiters/einer jeden Mitarbeiterin, in Treu und Glauben und mit der erwarteten Sorgfalt, diese Mittel fachgerecht und wirtschaftlich, zum Wohle der Bewohner/Innen, einzusetzen.



    Der Heimleiter    -    Pierre-André Aufranc    -    Jeuss, August 2011